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Kleines Internet-Lexikon

Kleines Lexikon: Proxy (Proxyserver)

Ein spezieller Rechner (bzw. Dienst, s. dort) im Internet, der Client-Anfragen gewissermaßen abfängt und nach bestimmten Kriterien weiterbearbeitet.

Ein typischer Anwendungsfall ist der www-Proxy, der häufig aufgerufene Webseiten zwischenspeichert. Wenn die nächste Anfrage nach der selben Seite eintrifft und sich die Originalseite bis dahin nicht geändert hat (was fast immer der Fall ist), beantwortet der Proxy quasi als Stellvertreter (proxy = engl.: Stellvertreter) des eigentlichen Zielservers die Anfrage, indem er die lokale Kopie der Webseite zum Client schickt. Auf diese Weise wird die Netzlast im Internet reduziert, was insbesondere für Billig-Anbieter wie z.B. Freenet wichtig ist, da das Datenaufkommen im Netz (Traffic) ein entscheidender Kostenfaktor ist. Mitunter bereiten Proxies für bestimmte Web-Anwendungen auch Probleme.

Mit Proxies lassen sich auch Filter realisieren. Sie sind deshalb oft Teil eines Firewall-Konzeptes. Häufig werden z.B. in Unternehmens-Netzwerken an der Schnittstelle nach "draußen" Proxies eingesetzt, um z.B. den Zugriff auf bestimmte Websites zu verhindern, unerwünschten Datenverkehr von außen (z.B. Angriff durch Cracker) abzublocken oder etwa das Internet-Surfen nur zu bestimmten Zeiten zu gestatten.

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