Was ist eigentlich...?

Ein kleines Internet-Lexikon der Online-Branche

Wir hoffen, Sie sehen uns nach, dass wir hier unmöglich eine vollständige Liste aller Begriffe geben können (abgesehen davon, dass wir um eine laufende Erweiterung bemüht sind). Fachleute mögen bitte außerdem verzeihen, dass wir zugunsten der Verständlichkeit für den technischen Laien (für diesen ist es gedacht) gelegentlich einige Darstellungen vereinfacht bzw. verallgemeinert haben.

Kleines Lexikon

Administration (Server-Administration)

Einrichtung, Überwachung, Pflege und Optimierung eines Servers.

Der Begriff umfasst meist die Gesamtheit der Tätigkeiten, die zur Aufrechterhaltung des störungsfreien Betriebs eines Servers nötig sind. Außerdem die Einrichtung neuer Serverdienste und die Veränderung der Konfiguration. Die Person, die mit diesen Aufgaben betraut ist, heißt (System-)Administrator oder auch SysOp (eingedeutschte Kurzform von engl.: system operator).

Ajax (AJAX)

Akronym für "Asynchronous JavaScript And XML".

AJAX bezeichnete ursprünglich eine Technologie, mittels derer einzelne Teile einer Website verändert bzw. aktualisiert werden können, ohne die ganze Seite neu laden zu müssen. Dazu wird eine spezielle HTTP-Anfrage an den Server gesendet und dessen Antwort von einem Skript im Browser ausgewertet. Im Unterschied zu normalen HTTP-Anfragen wird der Inhalt der aktuellen Seite nicht durch die AJAX-Antwort ersetzt. Ein weiterer Unterschied ist das erste »A« im Akronym: Die aktuell geladene Website wird durch die AJAX-Anfrage nicht gestört, d.h. die Benutzer-Interaktion kann ungestört weiterlaufen.

Inzwischen ist Ajax zu einer Art Sammelbegriff für eine ganze Reihe von Techniken geworden, die die Bedienung einer Website komfortabler und meist auch schneller machen. Nicht immer ist dabei tatsächlich XML im Spiel, und oft wird noch nicht einmal eine HTTP-Anfrage verschickt, aber der Begriff hat sich trotzdem so gehalten.

Obwohl beim Einsatz von JavaScript auf Webseiten immer noch Vorsicht geboten ist, bietet Ajax einige wirklich bedeutende Vorteile, die einen Einsatz immer häufiger sinnvoll erscheinen lassen. Insbesondere das verbesserte Look-And-Feel einer Website, deren Bedienungskomfort sich damit immer mehr dem einer Desktop-Anwendung annähert, kann zu besserer Akzeptanz beim Benutzer führen und damit zum Erfolg der Website beitragen.

Bemerkenswert ist noch, daß die Basis-Technologien (das XMLHttpRequest-Objekt und JavaScript) schon seit Jahren zur Verfügung stehen, aber erst seit Anfang 2007 ein »Hype« um Ajax ausgebrochen ist (naja, ein kleiner Hype). Möglicherweise hängt das damit zusammen, dass mit der fortschreitenden Vereinheitlichung des JavaScript-Objektmodells in den verschiedenen Browsern endlich eine gewisse Funktionssicherheit für unterschiedliche Zielplattformen erreichbar ist.

Browser

Eine Software, die Webseiten (HTML-Seiten) aus dem Internet lädt und anzeigt.

Ein Browser überträgt ein WWW-Dokument (typischerweise eine HTML-Datei) aus dem Internet auf den Rechner zu Hause oder im Büro, wertet den darin enthaltenen HTML-Code aus und zeigt die Seite an.

Wenn Sie diesen Text lesen, benutzen Sie einen Browser (es sei denn, jemand hat Ihnen einen Ausdruck davon in die Hand gedrückt - dann hat dieser jemand einen Browser benutzt, um die Seite zu drucken).

Bekannte Browser-Produkte sind z.B. der Internet Explorer von Microsoft, Safari, Mozilla oder Opera. Es gibt aber noch viele weitere, z.B. iCab, Konqueror, Galeon, Lynx, Amaya und mehr.

Moderne Browser können meist noch JavaScript-Programme und Java-Applets ausführen, Cookies verwalten, Listen von Lieblingsseiten des Benutzers (Favoriten, Bookmarks) speichern oder ganze Websites als sog. Archive herunterladen, die man dann in Ruhe und ohne Internet-Verbindung ansehen kann.

Die Möglichkeiten des Browsers lassen sich meist durch sog. Plug-Ins erweitern. Diese Zusatzmodule erlauben z.B. das Abspielen von Videos oder Flash-Animationen im Browserfenster oder die Anzeige von PDF-Dokumenten.

Client

Gegenstück zum Server, gewissermaßen der »Kunde« in der Kommunikation.

Client-Server-Architekturen (und das Internet ist eine solche) funktionieren immer nach dem gleichen Muster: der Server bietet einen Dienst an und wartet auf die Anfrage eines Clients. Dieser kann eine solche an den Server stellen und bekommt (mindestens) eine Antwort. Voraussetzung ist natürlich, daß die Verbindung zustande kommt und beide Partner (Client und Server) sich auf dasselbe Protokoll (s. dort) einigen. Bei manchen Protokollen (z.B. HTTP/1.0) wird nach dieser einen Anfrage und genau einer Antwort die Verbindung wieder getrennt und alles »vergessen«.

Clients im Sinne des Internet-Umfeldes sind vor allem Anwendungen, also Software, die eine Verbindung zu Servern aufnehmen kann, also etwa Webbrowser, Mailprogramme oder Software zur Dateiübertragung (FTP-Client).

CMS (Content Management System)

Dieser weitgefasste Sammelbegriff bezeichnet eine Software, die das Erstellen und Verwalten von Inhalten (neudeutsch: Content) einer oder mehrerer Websites erleichtern soll.

Wenn man von Web-Inhalten spricht, ist eigentlich der Begriff »Web Content Management System - WCMS« besser (weil es trotz des Internet-Booms auch noch woanders Inhalte gibt ;-).

Oft handelt es sich um ein komplexes System von Software, das auf dem zu verwaltenden Webserver-Rechner installiert wird und über einen Webbrowser bedient wird. Mit einem WCMS sollen auch technisch unbedarfte Personen in der Lage sein, Inhalte einer Website zu bearbeiten bzw. zu erstellen.

Viele CMS kranken daran, dass der Anwender mit einer Funktionsvielfalt regelrecht erschlagen wird, die er nicht braucht und die das System kompliziert machen.
Als Alternative bieten sich individuell programmierte Systeme an, die auf eine bestimmte Website (oder nur einen Teil davon) zugeschnitten, dafür aber viel einfacher zu bedienen sind.

Der Einsatz eines WCMS setzt fast immer den Betrieb eines Datenbank-Servers voraus.

Unser Unternehmen procommerz ist auf die Konzeption und Programmierung solcher individuellen WCMS spezialisiert, die sehr verschieden sein können: von »sehr einfach« bis »hoch komplex«.

Co-Location (auch: Server-Homing)

Sonderform des Webhosting, bei dem der Kunde seine eigene Hardware zum Internet Service Provider in ein Rechenzentrum bringt und von diesem an das Internet »anschließen« läßt. Der Kunde ist dann i.d.R. für seinen Server komplett allein verantworlich.

Cracker

Als Kurzdefinition: Hacker mit bösen Absichten.

Ein Cracker ist eine Person, die mit illegalen Mitteln versucht, in fremde Computer einzudringen, um dort entweder Schaden anzurichten oder zu spionieren.

Ein Hacker dagegen ist nicht per se bösartig, sondern zunächst nur jemand, der sich sehr gut mit Netzwerken, Computern usw. auskennt und i.d.R. auch in der Lage wäre, in fremde Systeme einzudringen. Hacker haben eher ein »wissenschaftliches« oder auch sportliches Interesse - sie sind an Machbarkeiten, Gegenmaßnahmen, Auffinden von Schwachstellen zum Zweck der Verbesserung und überhaupt der technischen Faszination interessiert.

Cracker dagegen richten Schaden an oder verletzen Privatsphäre, Datenschutzbestimmungen usw. und gehören hinter Schloß und Riegel.

CSS, Cascading Style Sheets

Eine Technik, die HTML ergänzt und die optische Darstellung von Elementen einer Webseite regelt.

Vereinfacht gesagt: mit HTML wird festgelegt, was z.B. eine Überschrift ist und was der Textblock. Mit CSS dagegen legt man fest, wie Überschrift und Textblock jeweils aussehen sollen (Farbe, Schriftgröße, Abstände usw.).

CSS erlaubt es, den Inhalt und die Struktur einer Webseite von der optischen Darstellung zu trennen, was viele Vorteile hat und schon vom Ansatz her sehr sinnvoll ist. Beispielsweise kann der gleiche Inhalt von unterschiedlichen Geräten (Bildschirm, Drucker) genutzt werden, indem diese lediglich die passenden CSS-Anweisungen benutzen, aber eben denselben Inhalt.

CSS ist ein Standard des W3C und wird seit ein paar Jahren (endlich!) auch als solcher wahrgenommen. Die Implementierung in die Browser war lange Zeit sehr mangelhaft und ist derzeit für die meisten Browser immer schon »befriedigend«.

Dienst

Bestimmte einzelne Funktion, die von einem Server in einem Netzwerk angeboten wird.

Bekannte und häufig eingesetzte Dienste sind z.B. ftp (Dateiübertragung), smtp (Versand von E-Mail), www (Bereitstellen von Webseiten) oder pop3 (Abholen von empfangenen E-Mails). Aber auch z.B. die Abfrage einer Datenbank auf einem entfernten Rechner ist ein Dienst.

Es gibt noch viele weitere Dienste, die teilweise auch weniger für den Endanwender, als eher für die Server untereinander wichtig sind, um den Netzbetrieb überhaupt zu ermöglichen (z.B. DNS, s. dort).

Ein Server-Rechner (Computer) kann durchaus mehrere Dienste anbieten. Meist ist für jeden Dienst eine bestimmte Software installiert, die genau diesen Dienst (und sonst nichts) zur Verfügung stellt.

Die Gesamtheit der auf einem Server installierten Dienste und damit auch Software-Pakete entscheidet über den Umfang der Funktionalität und die Performance eines Server-Rechners, aber auch über dessen Verwundbarkeit und Ausfall-Risiko.

DNS (Domain Name Service)

Ein spezieller Netz-Dienst zur Übersetzung von Internet-Namen (Domain-Namen) in Rechner-Adressen und umgekehrt.

Dieser Dienst ist einer der wichtigsten im Internet überhaupt und gleichzeitig einer der (zumindest bei Laien) am wenigsten bekannte.

Alle Computer im Internet besitzen (mindestens) eine Netzwerk-Adresse (sog. IP-Adresse, IP steht für Internet Protocol), die weltweit eindeutig ist, z.B. 212.91.250.4 (die Domain »www.procommerz.de« verweist auf diese IP). Da es für Menschen einfacher ist, sich Namen zu merken als Nummern (und aus anderen Gründen), aber die Computer untereinander besser mit Nummern umgehen können, wurde dieses globale Übersetzungs-System geschaffen.

Ein DNS-Server ist also in der Lage, aus einem Domain-Namen die zugehörige IP-Adresse zu ermitteln und - mit Einschränkungen - auch umgekehrt.

Diese DNS-Abfrage geschieht z.B. von Ihnen unbemerkt, wenn Sie in Ihrem Browser einen Domainnamen eintippen und »Enter« drücken. Erst dann wird der entsprechende Webserver aufgerufen (und zwar über seine IP-Adresse).

DNS-Server spielen auch bei der Zustellung von E-Mails eine wichtige Rolle.

Der verfügbare Pool von IP-Adressen in der oben genannten Form ist seit einigen Jahren erschöpft, d.h. es gibt keine neuen IP-Adressen des alten Systems mehr. Deshalb wurde ein neues Internet protocol mit der Versionsnummer 6 geschaffen: ipv6. Leider ist die Umstellung auf ipv6 zwar dringend nötig, aber auch technisch nicht trivial und kommt nur schleppend voran.

Document Object Model (DOM)

Ein Fachbegriff, mit dem Internet-Benutzer normalerweise nicht in Berührung kommen - das ist eher etwas für Programmierer.

Das Document Object Model bezeichnet eine (von vielen möglichen) Arten, die Objekthierachie einer Website zu strukturieren und für die Programmierung zugänglich zu machen. Alle Elemente einer Website (z.B. Überschrift, Bilder, Formularfelder) werden als Objekte (im Sinne der objektorientierten Programmierung) betrachtet und in einer Art Baumstruktur systematisiert.

Das DOM hat sich mittlerweile durchgesetzt und es scheint, als würden künftig alle Browser dieses Modell unterstützen. Damit wäre eines schönen Tages der Alptraum der Web-Entwicklung vorbei: unterschiedliche Programmteile für verschiedene Browser schreiben zu müssen.

Domain (Domain-Name)

Logischer Netzwerk-Bereich.

Das Internet ist (logisch betrachtet) hierachisch aufgeteilt. Als abgrenzende Einheit dient die Domain. Zum Beispiel gibt es eine sog. Top Level Domain (TLD) »de«. Als zentrale Verwaltungsstelle vergibt die DENIC e.G. in Frankfurt/M. dafür die Subdomains, z.B. »procommerz.de«.

Zu jeder Domain können dann mehrere Rechner gehören, die z.B. die Namen »www«, »mail« oder auch »datenbank« tragen könnten. Ein Rechner wird also über seinen Namen zusammen mit der Domain, zu der er gehört, adressiert, also z.B. »www.procommerz.de«.

Übrigens gibt es keinen technischen Grund, einen Webserver immer »www« zu nennen. Das ist eine reine Konvention, die sich einfach so eingebürgert hat. Wir hätten diesen Server, den Sie gerade besuchen, also auch »webserver.procommerz.de« nennen können, ohne irgendwelche technischen Normen zu verletzen.

Domain-Namen bzw. Rechnernamen werden von Clients und Servern mit Hilfe des Domain Name Services (ein wichtiger Internet-Dienst) in IP-Adressen übersetzt, mit denen Computer viel besser umgehen können, als mit Namen.

Firewall

Oberbegriff für ein Sicherheitskonzept, das das Eindringen von Crackern, die Ausbreitung von Viren und andere unerwünschte Aktivitäten in einem Computer-Netzwerk verhindern soll (engl.: Brandschutzmauer).

Fälschlicherweise wird unter Firewall mitunter eine fertige Software verstanden, die nur noch aus der Schachtel geholt und installiert werden muss (einige Software-Hersteller sind an diesem Missverständnis nicht ganz unschuldig...). Solche Standard-Lösungen können nur begrenzt wirken und erzeugen gelegentlich ein trügerisches Sicherheitsgefühl, das oft durch die Realität nicht begründet ist.

Tatsächlich ist eine wirksame Firewall eine recht komplexe Angelegenheit und zeichnet sich vor allem durch einen ganzheitlichen Ansatz aus.

Technisch gesehen wirken Rechner, die als Firewall in Netzen ihren Dienst tun, i.d.R. als Paketfilter. D.h. sie untersuchen den (hoffentlich) gesamten durchlaufenden Datenverkehr nach bestimmten Kriterien und blocken ihn ggf. ab. Die Kriterien können z.B. Herkunft und/oder Ziel der Netzpakete, deren Typ oder Inhalt sein. Was erlaubt ist und was nicht, legen sog. Filterregeln fest. Das Aufstellen dieser Regeln bzw. Anpassen an individuelle Situationen ist die eigentliche Kunst der Firewall-Konfiguration.

Eine gutes Firewall-Konzept begnügt sich aber nicht mit Paketfiltern, sondern schließt noch weitere Maßnahmen mit ein (deren Beschreibung den Rahmen dieses kleinen Lexikons sprengen würde).

HTML

Akronym für Hypertext Markup Language.

HTML ist eine Seitenbeschreibungs-Sprache aus der SGML-Familie. Sie wird zur logisch-inhaltlichen Strukturierung von Webseiten benutzt. HTML ist ein internationaler Standard (festgelegt und gepflegt vom World Wide Web Consortium - W3C), an den sich leider in der Vergangenheit die Hersteller der Browser (s. dort) nicht oder nur teilweise gehalten haben.

HTML ist keine Programmiersprache, weil damit kein Programm abläuft, sondern die Struktur eines Dokumentes beschrieben wird (Überschrift, Absätze usw.). Dennoch wird umgangssprachlich von HTML-Programmierung gesprochen, nicht zuletzt, weil HTML mit richtigen Programmiersprachen kombiniert werden kann: entweder serverseitig (z.B. PHP) oder clientseitig, z.B. JavaScript.

Die Grenzen von HTML waren sehr schnell erreicht, als im WWW statt textlastiger Dokumente mit klarer Struktur immer mehr bunte, kommerzielle Webseiten auftauchten mit Anforderungen, die HTML eigentlich nicht erfüllen konnte.

Um hier Abhilfe zu schaffen, wird HTML immer stärker mit clientseitiger Programmierung in JavaScript kombiniert. Auch die Entwicklung von CSS (siehe dort) geht in die Richtung einer stärkeren Funktionalität der HTML-Seite.

Eine weitere Methode, um zumindest das vom Benutzer empfundene Funktionserlebnis von HTML an eine echte Anwendung anzunähern, ist der Einsatz von AJAX (siehe dort).

Internet Service Provider (ISP)

Unternehmen, das internetbezogene Leistungen, wie Webhosting, Co-Location usw. zum Geschäftsgegenstand hat.

Bei einem ISP können Sie einen Domain-Namen registrieren lassen, einen Server oder einen Teil davon mieten, sich E-Mail-Postfächer einrichten usw.
ISPs sind technische Dienstleister, die nur selten auch die Gestaltung und Programmierung von Websites anbieten.

In Ergänzung dazu gibt es noch die Internet Access Provider, die Ihnen den Zugang zum Internet bereitstellen, z.B. über eine eine DSL- oder Funk-Verbindung. Große Access Provider sind z.B. T-Online, Vodafone oder Freenet. Für Access-Kunden fungieren diese Anbieter auch gleichzeitig als ISP, indem sie z.B. begrenzt Speicherplatz für kleine Websites und Domains anbieten.

JavaScript, JScript, ECMA-Script

Eine einfache Programmiersprache als Ergänzung für HTML-Seiten.

JavaScript wurde von der Firma Netscape entwickelt und hat mit der Programmiersprache Java nichts zu tun. Die Namensgebung sollte lediglich den damals gerade aufkommenden Java-Boom marketingmäßig ausnutzen.

JavaScript ist eine prototyp-basierte Sprache mit (aus Sicherheitsgründen) eingeschränkten Möglichkeiten. Sie läuft im Browser der Benutzers ab und wird häufig für Effekte, wie sich verändernde Buttons, dynamische Navigationsleisten und dergleichen, mitunter auch kleine Spiele o.ä. eingesetzt.

In den Anfangsjahren der nennenswerten Verbreitung von JavaScript gab es und gibt es immer noch leider verschiedene Implementierungen (vor allem verschiedene Objektmodelle). Microsoft hatte aus Gründen der Marktmacht versucht, eine eigene Version einzuführen, die (aus lizenzrechtlichen Gründen) nicht JavaScript, sondern JScript genannt wurde.

Eigentlich spricht man inzwischen besser von ECMA-Skript, da dies ein internationaler Standard mit einheitlichem Objektmodell ist (DOM), der sich im übrigen nicht mehr auf den Einsatz auf Webseiten beschränkt.

Wegen der o.g. Implementierungsprobleme und vieler Sicherheitsmängel hatte JavaScript lange Zeit zu Recht einen schlechten Ruf.

Inzwischen existieren JavaScript-Frameworks, wie z.B. jQuery oder Prototype, die den Einsatz von JavaScript für Websites nicht nur für den Programmierer deutlich erleichtern, sondern vor allem auch Unterschiede in den verschiedenen Implementierungen ausgleichen. Diese Frameworks haben zu einer regelrechten Renaissance der Skriptsprache geführt. Sie ist heute Bestandteil der meisten modernen Websites.

Load Balancing

Lastverteilung bei Servern. Verfahren, bei dem durch Zusammenschalten mehrerer Server der eingehende Datenverkehr und damit die anfallende Arbeit verteilt wird. Nach außen hin verhält sich ein Load-Balancing-System wie ein einziger Rechner.

Das Verfahren kommt z.B. bei sehr stark frequentierten Websites zur Anwendung. Es können aber damit aber auch ausfallsichere Systeme realisiert werden: fällt einer der Rechner aus, übernehmen die anderen (oder der andere) die Arbeit mit.

Mailserver

Ein spezialisierter Server-Rechner, der den Versand und/oder Empfang von E-Mail abwickelt.

Für Privatanwender und sehr kleine Unternehmen lohnen sich eigene Mailserver meist nicht - die wenigen Mailadressen bzw. Verteilungsregeln kann meist der ISP mit anbieten.

Aber schon für mittelgroße Unternehmen kann sich ein separater Mailserver durchaus lohnen. Der Vorteil liegt vor allem in der völlig freien Konfigurierbarkeit, z.B. mit automatischen Antworten bei Urlaub, Unternehmens-internen Mailing-Listen (Rundschreiben), Mehrfachverteilung von Mail uvm.

Der eigene Mailserver ist besonders effektiv, wenn er direkt im Unternehmen steht und dort auch den internen Mailverkehr verzögerungsfrei abwickeln kann. Dazu ist allerdings i.d.R. eine dauerhafte Internet-Verbindung (Standleitung) erforderlich - aber es gibt auch hier alternative Konzepte.

Siehe auch »POP3-Server« und »SMTP-Server«.

Meta-Suchmaschine

Spezielle Suchmaschine, die andere Suchmaschinen benutzt und die Ergebnisse zusammenfasst.

Sicherlich haben Sie schon mal bei einer Suchmaschine nicht die gewünschten Ergebnisse erzielt. In diesem Fall ist es ratsam, genau die gleiche Suchanfrage bei einer anderen Suchmaschine zu versuchen. Weil das aber recht umständlich ist, gibt es Meta-Suchmaschinen, die Ihnen diese Arbeit abnehmen.

Eine Meta-Suchmaschine reicht Ihren Suchbegriff an mehrere normale Suchmaschinen weiter und sammelt dann die Ergebnisse ein. Anschließend werden diese noch untereinander abgeglichen und gewichtet. Als Ergebnis erhalten Sie einen Art »demokratische« Mehrheitsmeinung über den Suchbegriff.

Beispiele für Meta-Suchmaschinen sind MetaGer, MetaCrawler und Arati.

PHP

Hypertext PreProcessor.

PHP ist eine Programmiersprache mit großen Ähnlichkeiten zu C, die überwiegend (aber nicht ausschließlich) in Verbindung mit Webseiten benutzt wird.

Besonders sog. dynamische Inhalte lassen sich sehr gut mit PHP realisieren. Zum Beispiel wäre es sehr arbeitsaufwendig, in einem Onlineshop für jedes Produkt eine einzelne, feste HTML-Seite zu erstellen. Stattdessen wird nur das HTML-Gerüst aufgebaut, in das ein PHP-Programm eingebettet wird. Dieses Programm kommuniziert nun bei jedem Aufruf der Seite mit einer Datenbank, in der die Produktdaten hinterlegt sind. Das Ergebnis der Datenbank-Abfrage, also etwa die Produktbeschreibung und der Preis, wird dann anstelle des PHP-Codes in die Seite eingesetzt und erst dann zum Browser gesendet. Auf diese Weise lassen sich mit der Programmierung einer einzigen Seite hunderte oder tausende Produkte im Web darstellen.

procommerz hat sehr umfangreiche Erfahrungen mit PHP und ist auf die Programmierung solcher dynamischen Websites spezialisiert.

POP3-Server, IMAP-Server

POP3 steht für Post Office Protocol (Version 3). Ein POP3-Server ist ein Rechner im Internet, der das Abholen von E-Mails für einen Benutzer gestattet.

POP3 ist das sog. Protokoll, also die Festlegung der Art und Weise, wie eine E-Mail-Programm (korrekt: ein Mail-Client) mit einem Mailserver »redet« und wie die Übergabe der Mail-Daten abgewickelt wird.

Wenn Ihnen jemand eine Mail sendet, wird diese ja nicht direkt auf Ihren Arbeitsplatz-Computer transportiert, sondern verbleibt in einem sog. Postfach bei Ihrem Provider, und zwar solange, bis Ihr Computer die Mail dort abholt. Und genau für diese Abholung wird ein Protokoll, z.B. eben POP3, benötigt.

Eine moderne Alternative zu POP3 ist IMAP. Bei diesem Protokoll wird die Mail erst gar nicht auf Ihrem Computer gespeichert (von Cache-Mechanismen mal abgesehen), sondern verbleibt auf dem Server. Ihr lokaler Computer ist aus Sicht des Servers eine Art entferntes Terminal, mit dem Sie die Mails direkt auf dem Server lesen, bearbeiten und so weiter.

IMPA erfordert eine schnelle und möglichst auch dauerhafte Internetverbindung und setzt sich deshalb im Zusammenhang mit der Verbreitung schneller, kostengünstiger Anschlüsse (DSL) immer mehr durch.

Der große Vorteil von IMAP besteht darin, dass Sie sich von verschiedenen Rechnern in Ihr Mailkonto einloggen können und immer denselben »Stand der Dinge« vorfinden.

Prelive-Server

Das ist kein richtiger Fachbegriff. Vielmehr hat sich das Wort in der Internet- und Multimedia-Branche eingebürgert, um einen zweiten www-Server zu bezeichnen, der vor der öffentlichen Freischaltung von Web-Inhalten der Kontrolle und Freigabe durch den Kunden dient.

Wenn eine Internet-Agentur z.B. umfangreiche Änderungen an einer Website vorgenommen hat, werden diese häufig erst dem Kunden (exklusiv, mit Passwort-Schutz) auf eben dem Prelive-Server zugänglich gemacht. Wenn dieser dann die Freigabe erteilt, wird die geänderte Website »livegestellt«.

Prelive-Server können auch benutzt werden, um neue Techniken, ein neues Design oder technische Erweiterungen ausgiebig und vor allem unter realen Bedingungen zu testen, ohne Ausfallzeiten aufgrund technischer Mängel für die eigentliche Webseite zu riskieren.

Ferner dienen sie mitunter auch als »Reserve«-Server für den Fall, daß der Hauptserver ausfallen sollte.

Protokoll

In der Netztechnik allgemein bezeichnet ein Protokoll die Art und Weise, wie zwei (oder mehr) Rechner miteinander kommunizieren.

Der Begriff ist sehr weitgefasst, weil sich in der Netzwerktechnik Protokolle auf verschiedenen Ebenen des Übertragungsprozesses finden, aber keine sprachliche Unterscheidung vorgesehen ist.

So ist z.B. »http« das Standardprotokoll für die Anforderung von Webseiten, »pop3« und »imap« für das Abholen von E-Mail. Alle diese Protokolle arbeiten aber auf Basis des TCP/IP-Protokolls, welches sich auf einer anderen Netzwerkschicht abspielt.

Oft werden die »höheren« Protokoll-Namen auch als Synonyme für die Dienste benutzt, z.B. smtp, ftp usw.

Proxy (Proxyserver)

Ein spezieller Rechner (bzw. Dienst, s. dort) im Internet, der Client-Anfragen gewissermaßen abfängt und nach bestimmten Kriterien weiterbearbeitet.

Ein typischer Anwendungsfall ist der www-Proxy, der häufig aufgerufene Webseiten zwischenspeichert. Wenn die nächste Anfrage nach der selben Seite eintrifft und sich die Originalseite bis dahin nicht geändert hat (was fast immer der Fall ist), beantwortet der Proxy als Stellvertreter (proxy = engl.: Stellvertreter) des eigentlichen Zielservers die Anfrage, indem er die lokale Kopie der Webseite zum Client schickt. Auf diese Weise wird die Netzlast im Internet reduziert, was insbesondere für Billig-Anbieter wie z.B. Freenet wichtig ist, da das Datenaufkommen im Netz (Traffic) ein entscheidender Kostenfaktor ist. Mitunter bereiten Proxies für bestimmte Web-Anwendungen auch Probleme.

Mit Proxies lassen sich auch Filter realisieren. Sie sind deshalb oft Teil eines Firewall-Konzeptes. Häufig werden z.B. in Unternehmens-Netzwerken an der Schnittstelle nach "draußen" Proxies eingesetzt, um z.B. den Zugriff auf bestimmte Websites zu verhindern, unerwünschten Datenverkehr von außen (z.B. Angriff durch Cracker) abzublocken oder etwa das Internet-Surfen nur zu bestimmten Zeiten zu gestatten.

Redundanz

In der Computertechnik jede Art von »doppelt hält besser«.

Zum Beispiel ist es üblich, Netzteile (also die Stromversorgung) von Servern doppelt einzubauen, damit das System bei Versagen eines Netzteiles weiterläuft. Das gleiche gilt auch für Festplatten und andere Baugruppen.

Je höher die erforderliche Verfügbarkeitsstufe eines Servers ist, um so mehr redundate Baugruppen bzw. Systeme sind nötig. Bei Hochverfügbarkeitssysteme sind diese Teile dann auch noch hot-swap-fähig, d.h. sie können im laufenden Betrieb ersetzt werden.

Redundanz kann sich auch auf ganze Server oder infrastrukturelle Maßnahmen beziehen, zum Beispiel die Mehrfach-Anbindung eines Servers an das Netz über mehrere Leitungen.

SEO (Search Engine Optimization)

Sammelbegriff für verschiedene Maßnahmen, um die Position von Websites in den Trefferlisten von Suchmaschinen zu verbessern.

SEO ist ein wirklich sehr weites Feld und kann in diesem Rahmen nur kurz angerissen werden. Es gibt mittlerweile ganze Unternehmen, die sich mit nichts anderem beschäftigen.

Kerngedanke der SEO ist die Tatsache, dass Unternehmen, die das Internet für ihre Geschäftstätigkeit einsetzen, auf eine Plazierung möglichst weit oben in den Trefferlisten der Suchmaschinen (allen voran Google) angewiesen sind.

Weil aber nun mal die oberen Plätze begrenzt sind, versucht man mit allen möglichen (teilweise unseriösen) Mitteln, die eigene Website nach oben zu »pushen«.

Seriöse SEO setzt bereits bei der inhaltlichen Planung einer Website und kann immer nur für einen oder wenige bestimmte Suchbegriffe funktionieren. Für nachhaltigen Erfolg müssen die SEO-Maßnahmen fortlaufend betrieben und immer wieder hinterfragt, optimiert und ergänzt werden.

Server

Dieser Begriff wird in zwei Bedeutungen verwendet, die sich oft auch noch überschneiden.

Zum einen bezeichnet er einen Computer (das physische Gerät), der in einem Netzwerk bestimmte Dienste anbietet. Server haben oft besondere Bauformen, z.B. als 19-Zoll-Einbaugeräte, die in ein dafür vorgesehenes Regal geschraubt werden. Solche Geräte findet man bei allen Internet Service Providern und oft auch in großen Unternehmen mit eigener Netztechnik.

Zum anderen bedeutet Server (im streng technischen Sinn) eine Software, die in einem Netzwerk auf Anfragen für einen bestimmten Dienst (s. dort) wartet und diese beantwortet.

Ein Webserver z.B. ist eine Software, die auf Anfrage von Clients (z.B. mit einem Browser im Internet surfende Benutzer) Webseiten (HTML-Dokumente) ausliefert, d.h. an den Client sendet.

SMTP-Server

SMTP steht für Simple Mail Transfer Protocol. Ein SMTP-Server ist ein Rechner im Internet, der E-Mails von einem Benutzer entgegennimmt und an den Empfänger (oder einen weiteren Mailserver) weiterleitet.

SMTP ist das sog. Protokoll, also die Festlegung der Art und Weise, wie eine E-Mail-Programm (korrekt: ein Mail-Client) mit einem Mailserver »redet« und wie die Übergabe der Mail-Daten abgewickelt wird.

Wenn Sie einen Internet-Anschluss bei einem Provider haben, benutzen Sie i.d.R. dessen SMTP-Server, um Ihre ausgehende Post zu versenden (obwohl das nicht zwingend so sein muss).

Der Server für die ankommende Post heißt z.B. POP3- oder IMAP-Server (es gibt noch weitere Protokolle).

Physikalisch können SMTP- und POP3-Server auf ein und demselben Rechner installiert sein. Dieser wird dann meist allgemein »Mailserver« genannt (s. diesen Begriff im Lexikon).

Spam, Spamfilter

Spam ist Sammelbegriff für unerwünschte Werbe-E-Mails, die in Massen verbreitet werden und zunehmend den regulären Mailverkehr behindern.

Spam verursacht inzwischen einen enormen wirtschaftlichen Schaden und ist bereits in vielen Ländern verboten (aber eben nicht in allen).

Ein Spamfilter ist eine Software (bzw. eine Kombination daraus oder ein Konfigurationskonzept), die versucht, eben diese unerwünschten Werbemails zu erkennen und möglichst frühzeitig auszusortieren und zu löschen.

SSL (Secure Socket Layer)

Verschlüsselung und Identifizierung für Netzverkehr.

Mit SSL ist es möglich, die Kommunikation zwischen einem Client und einem Server zu verschlüsseln und außerdem die Identität des »Gegenüber« zu prüfen bzw. sicherzustellen.

Eine häufige Anwendung ist die Verschlüsselung des Datenverkehrs im www, um z.B. bei Online-Shops die Übertragung von Kreditkarten-Daten oder anderen sensiblen Informationen sicher gegen »Abhören« zu machen. SSL-fähige Webserver genießen bei den Benutzern von Online-Shops ein vielfach höheres Vertrauen und damit eine wesentlich höhere Akzeptanz.

Es ist zu erwarten, daß der Gesetzgeber die Verschlüsselung sensibler persönlicher Daten früher oder später vorschreiben wird.

Im April 2014 kam es zu einem Sicherheits-GAU, als mit dem sogenannten Heartbleed-Bug eine Schwachstelle in der freien SSL-Bibliothek OpenSSL entdeckt wurde. Diese Bibliothek wird von sehr vielen Sytsemen (Server und Clients) genutzt. Die Schwachstelle ermöglicht das Auslesen von Informationen, die durch die Verschlüsselung eigentlich geschützt sein sollten.

Standleitung

Generell: dauerhafte Verbindung zum Internet (z.B. eines Unternehmens-Netzwerkes).

Im ursprünglichen Sinn war eine Standleitung eine extra verlegte, entsprechend teure Kabelverbindung von einem Telekommunikations-Anbieter zu einem Unternehmen. Diese Leitung wurde für eine einzige feststehende Verbindung genutzt, meist eine Verbindung ins Internet.

Seit es DSL gibt, wird auch in diesem Zusammenhang von Standleitungen gesprochen, obwohl die Kabel nicht mehr extra verlegt, sondern vorhandene Telefonleitungen mitbenutzt werden und die Verbindungen häufig mindestens einmal am Tag getrennt werden.

Ausschlaggebend ist jedoch der Zweck: nämlich jederzeit über eine Verbindung ins Internet zu verfügen.
Eine Standleitung bringt Komfort und Geschwindigkeit und stellt mittlerweile fast den Standard auch für Privatleute dar.

Virtueller Host

Webhosting für eine Domain ohne eigene IP-Adresse; Teilbereich eines Servers für einen Kunden oder eine Webpräsenz.

Mit der rasanten Entwicklung des Internets wurden auch die bislang verwendeten IPv4-Adressen (s. DNS) zusehends knapper und sind inzwischen aufgebraucht. Deshalb wurde eine technische Möglichkeit entwickelt, bei der sich mehrere Domain-Namen eine IP-Adresse teilen.

Dies geht von der Idee aus, dass beim einfachen Webhosting (s. dort) sowieso sehr viele Websites auf demselben Computer liegen. Das heißt, das Ermitteln der IP-Adresse für alle diese Domains ergibt ohnehin immer dieselbe Gegenstelle - warum also verschiedene Adressen für die Websites verwenden? Auf diese Weise werden IP-Adressen gespart, ohne die Funktionalität zu beeinträchtigen.

Das Verfahren funktioniert ab der http-Protokollversion 1.1, die seit vielen Jahren praktisch alle Web-Clients beherrschen.

Für Mailserver allerdings ist es nicht zu empfehlen, weil durch das "IP-Sharing" natürlich die Rückauflösung nicht mehr möglich ist (aus der IP kann nicht genau ein Domain-Name ermittelt werden, weil es eben viele gibt). Die Rückauflösung ist aber im E-Mail-Verkehr zur sauberen Identifizierung der Server wichtig.

W3C - World Wide Web Consortium

Das World Wide Web Consortium (W3C) ist ein international besetztes Gremium, welches die technischen Standards für alle WWW-Anwendungen festlegt und weiterentwickelt.

Besonders die Sprachstandards HTML, XHTML, CSS und ECMA-Script sind für die Produktion und Darstellung von Websites sehr wichtig.

In den Neunzigern bis Anfang der nuller Jahre haben vor allem die Firmen Microsoft und Netscape mit dem sog. »Browserkrieg« versucht, das WWW mit eigenen technischen »Standards« als gigantischen Markt für sich zu vereinnahmen. Dabei blieben die wirklichen Standards auf der Strecke; stattdessen wurde versucht, mit eigenen Erweiterungen, die nur der eigenen Browser beherrschte, Tatsachen zu schaffen.

Die Folge waren Websites, die man nur mit dem »richtigen« Browser besuchen darf, bis hin zu den unsäglichen »Browserweichen«. Das sind kleine Skripts, meist in JavaScript geschrieben, die ermitteln sollen, welchen Browser jemand benutzt und dann zu einer passenden Version der Website umleiten. Das Groteske an Browserweichen ist, dass sie wieder nur auf bestimmten Browsern funktionieren und das noch nicht mal sehr zuverlässig.

Leider erlebt die seit einiger Zeit totgeglaubte Browserweiche in Form der »Mobile Detection« eine Wiedergeburt: Es sollen mobile Geräte von Desktop-Computern anhand der Client-Kennung unterschieden werden. Sehr viel besser ist der Ansatz, nach den Fähigkeiten des Clients anstatt nach seinem Namen zu fragen.

Inzwischen ist dieser unschöne und dem Wesen des Internets genau entgegengesetzte Machtkampf etwas abgeklungen, und es scheint sich langsam aber sicher das W3C mit seinen technischen Empfehlungen durchzusetzen.

Website des W3C: http://www.w3c.org/

Webhosting (auch kurz: Hosting)

Geschäftstätigkeit eines Internet Service Providers (ISP), bei dem Domain und Website von Kunden (insbesondere private Websites) auf dem Server des Providers »beherbergt« werden.

Bei Billiganbietern finden sich dabei auf einem physischen Rechner hunderte, tausende oder manchmal gar zehntausende einzelne Webseiten, die sich alle die Ressourcen (Prozessorleistung, Speicher usw.) des Servers teilen. Seit einigen Jahren werden verstärkt Virtualisierungs-Lösungen eingesetzt, bei denen ganze »Server« nicht mehr als physisches Gerät, sondern eben als virtuelle Maschine (also letztlich Software) existieren. Auch diese lassen sich dann noch in separate Kundenbereiche (virtuelle Hosts, siehe dort) aufteilen.

Für anspruchsvolle Internet-Anwendungen empfielt sich meist die Miete eines ganzen (virtuellen oder echten) Servers, der dann uneingeschränkt für den Kunden zur Verfügung steht.

Website

Menge von einzelnen Internet-Seiten (Webseiten) die über eine bestimmte Domain erreichbar sind (site = engl.: Areal, Gebiet).

Wird häufig auch als Internet-Präsentation oder Internet-Präsenz o.ä. bezeichnet. In letzter Zeit hat sich - selbst in so manchem Fachblatt - der laienhafte Begriff »Homepage« eingebürgert. Dieser bezeichnet aber nur die Startseite einer Website, also die erste Seite, die man bei Aufruf eines Domainnamens sieht. In den allermeisten Fällen wird der Begriff »Homepage« also nicht korrekt verwendet.

XML, XHTML

eXtensible Markup Language - Dokumentenbeschreibungssprache

XML ist eine allgemeine Metasprache, die es gestattet, Dokumentenbeschreibungs-Sprachen festzulegen. XML liefert gewissermaßen die Bauteile, aus denen Dokumenten-Beschreibungssprachen gemacht werden.

XML ist kein Ersatz für HTML, sondern steht auf einer anderen Ebene. Eine XML-Anwendung, also eine Sprache, die mit XML geschaffen wurde, ist XHTML, und dieses wurde kurz nach Erscheinen als Nachfolger von HTML betrachtet.

Inzwischen hat sich der Hype um XHTML wieder gelegt - nachdem klar war, dass es auch nicht mehr kann als HTML 4.01.

XML eignet sich auch sehr gut als »Verpackungsmaterial« für den allgemeinen Datenaustausch, weil es alle beteiligten Systeme zu klaren, einheitlichen Strukturen zwingt.