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Viele der seltsamen Abkürzungen können Sie in unserem kleinen Internet-Lexikon nachschlagen.
Mit dem Internet – genauer gesagt: dem World Wide Web – und der damit einsetzenden Möglichkeit, das eigene Unternehmen weltweit vergleichsweise billig zu präsentieren, kam schlagartig eine ganze Reihe neuer Fachbegriffe auf, mit denen sich letztlich auch Entscheider in Unternehmen auseinandersetzen müssen, wenn es darum geht, eine eigene Website bauen zu lassen.
HTML, JavaScript, CSS, neuerdings auch XML oder XHTML, AJAX, Flash, PHP, ASP, Perl, – fast endlos scheint die Reihe der seltsamen Akronyme, mit denen Internet-Programmierer zu tun haben und mit denen sie gelegentlich auch versuchen, ihre (künftigen) Kunden zu beeindrucken.
Doch was hat es damit auf sich? Was macht Internet-Programmierung wirklich aus? Die Basis einer Webseite ist HTML. Und da geht es auch schon los: HTML ist zwar eine künstliche Sprache, aber keine Programmiersprache. Vielmehr dient HTML eigentlich nur zur Formatierung oder, noch strenger, zur Strukturierung von Text: Absätze, Überschriften usw. werden als solche gekennzeichnet und etwa Textstellen besonders hervorgehoben.
Bereits hier trennt sich die Spreu vom Weizen: obwohl es in den meisten Browsern gleich aussieht, ist es keineswegs egal, ob ich eine Textstelle als fettgedruckt oder als bedeutend markiere. Ersteres ist eine optische, letzteres eine semantische Auszeichnung. Sauberes HTML bedient sich, soweit irgend möglich, der semantischen und strukturellen Auszeichnung.
Der Web-Browser, also die Software, die die HTML-Seiten auf dem Computer darstellt, interpretiert diese Strukturierungs- und Formatierungsanweisungen. Und das ist wörtlich gemeint: der Browser hat hinsichtlich der Darstellung durchaus Spielraum für das, was der HTML-Autor vorgegeben hat. HTML ist „Auslegungssache“. Davon können Web-Designer und Programmierer ein gemeinsames Lied singen – und seien Sie sicher: es ist ein Klagelied…
Denn der Anspruch des Kunden lautet in der Regel, die Webseite nach einer exakt festgelegten Gestaltung herzustellen. Man kann durchaus sagen, daß HTML zur Gestaltung von Webseiten eigentlich gar nicht geeignet ist — aber etwas Besseres gibt es eben im Moment noch nicht. HTML wurde ursprünglich für die logische, nicht optische Gliederung von textlastigen Dokumenten geschaffen.
Einen Ausweg aus diesem Dilemma bietet zunehmend die Technologie der Cascading Style Sheets (CSS). Dabei schreibt der Webprogrammierer Informationen bzw. Anweisungen zum Aussehen der einzelnen Elemente auf — und zwar getrennt vom Nutzinhalt der Seite. CSS ist inzwischen zu einer brauchbaren Technologie ausgereift, nachdem es jahrelang nur sehr lückenhaft von den Browsern unterstützt wurde.
Viele Kunden wissen nicht, daß die Art und Weise der HTML-Programmierung direkten Einfluß auf die Position einer Website in Suchmaschinen hat. Außerdem auch auf die Folgekosten für die Aktualisierung von Inhalten und auf weitere Umstände. Mehr dazu finden Sie auf der Seite über häufige Irrtümer von Webentwicklern.
Dennoch spricht man allgemein von HTML-Programmierung. Der Grund dafür ist, daß inzwischen eine Reihe von weiteren Sprachen existiert, die mit HTML kombiniert werden können und die zum Teil echte Programmiersprachen sind. Diese können benutzt werden, um dem ursprünglich sehr begrenzten und statischen HTML gewissermaßen „Leben“ einzuhauchen, also z.B. aktuelle Börsenkurse anzuzeigen, die Gestaltungsmöglichkeiten des Webdesigners zu erweitern oder auch umfangreiche Datenmengen im WWW verfügbar zu machen, ohne für jeden Datensatz eine eigene HTML-Datei erzeugen zu müssen. Eine häufig anzutreffende Anwendung dafür ist der Online-Shop mit seinen vielen Produktdaten.
Einige dieser ergänzenden Sprachen und Techniken haben nicht unerhebliche Nachteile. So ist z.B. das beliebte JavaScript in den verschiedenen Browsern teilweise unterschiedlich implementiert. Die Folge: der gleiche Programmcode kann bei unterschiedlichen Benutzern unterschiedliche Auswirkungen haben. Außerdem ist es auch komplett durch den Benutzer abschaltbar – der Web-Programmierer kann sich also nicht auf die korrekte Funktion verlassen. Wichtige Elemente einer Website, z.B. die Navigation, sollten deshalb nicht auf JavaScript angewiesen sein. In der Praxis wird es aber trotzdem häufig gemacht.
Es ist unmöglich, in diesem Rahmen auch nur annähernd die Vielfalt der Möglichkeiten darzustellen, die inzwischen zum Thema Internet-Programmierung gehören. Nur eines ist klar: mit einem bißchen HTML kommt man heute nicht mehr weit. Für professionelle Anwendungen sind Techniken gefragt, die auf die Wüsche der Benutzer reagieren, komfortable und intuitive Bedienung ermöglichen und vor allem den Austausch von Daten und Informationen erleichtern.